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Beauty & Well Being

Wie Gene die Medikamentenwirkung bestimmen

Novogenia
13 Februar' 25

Warum Medikamente nicht wirken – oder sogar schaden

Arzneimittel retten Leben, doch sie wirken nicht bei allen Menschen gleich. Studien zeigen, dass Standarddosierungen oft nicht den gewünschten Erfolg bringen oder Nebenwirkungen hervorrufen. Rund zehn Prozent der Europäer verstoffwechseln Medikamente sehr langsam, was zu einer Anreicherung der Substanzen im Körper und schweren Nebenwirkungen führen kann. Umgekehrt bauen zwei Prozent sie so schnell ab, dass sie kaum wirken. Woran liegt das? Genetische Variationen beeinflussen die Wirksamkeit von Arzneimitteln enorm. Außerdem wurden Medikamente lange Zeit hauptsächlich an Männern getestet, weshalb Frauen bis heute häufiger unter Überempfindlichkeit und Folgeerscheinungen leiden. Dr. Daniel Wallerstorfer, Biotechnologe und Gründer von Novogenia, appelliert, dass die Standardmedizin von gestern nicht die Lösung für

Medikamente sind ein Meilenstein der modernen Medizin, doch ihre Wirkung ist komplexer als lange angenommen. Während die Evolution Lebewesen über Millionen von Jahren formte, sind Arzneimittel wie man sie heute kennt eine relativ neue Errungenschaft – gerade mal 130 Jahre alt. Diese menschliche Innovation ermöglicht es, Krankheiten zu behandeln, die früher oft tödlich verliefen. Doch die Wirksamkeit und Sicherheit von Medikamenten hängen von individuellen Faktoren ab, die weit über die bloße Dosierung hinausgehen. „Die genetische Ausstattung eines Menschen ist enorm wichtig beim Verstoffwechseln von Medikamenten“, erklärt Dr. Daniel Wallerstorfer, Biotechnologe. Ein Schlüsselelement sei laut Wallerstorfer das Enzym CYP2D6. Circa 20 bis 30 Prozent der am häufigsten verschriebenen Produkte werden von diesem Enzym im Körper verstoffwechselt. Dazu gehört der Abbau von Schmerzmitteln, Antidepressiva oder Herz-Kreislauf-Präparaten. Die Aktivität von CYP2D6 variiert jedoch erheblich zwischen den Individuen. Während einige Menschen Medikamente schnell und effizient abbauen, funktioniert dies bei anderen nur langsam. Diese Unterschiede können Auswirkungen auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen haben. „Ein Beispiel ist die Einnahme von Schmerzmitteln wie Codein, das nur in seiner aktiven Form effektiv ist, nachdem es durch das CYP2D6-Enzym umgewandelt wurde. Menschen mit einer reduzierten Enzymaktivität erleben möglicherweise nicht die gewünschte Schmerzlinderung, während bei Patienten mit einer erhöhten Aktivität die gleiche Menge zu einer Überdosierung führen kann.“ Aus dieser Erkenntnis entwickelte sich der Ansatz der personalisierten Medizin. Sie berücksichtigt das individuelle genetische Profil und nutzt Informationen aus dem Erbgut, um maßgeschneiderte Diagnosen, Behandlungen und Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen. Dr. Wallerstorfer, auch Gründer des Forschungsunternehmens Novogenia, beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit der Verbesserung von Genanalyseprogrammen. Er weiß, wie wichtig maßgeschneiderte Therapien sind, die den genetischen Fingerabdruck jedes Einzelnen berücksichtigen und Patienten nicht mehr in Schablonen pressen.

 

Frauen kämpfen häufiger mit Nebenwirkungen

Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Medikamentenwirkung. „Lange Zeit wurden Heilmittel primär an männlichen Probanden getestet. Experten gingen davon aus, dass sich deren Körper – abgesehen von den Geschlechtsorganen – im Wesentlichen nicht von weiblichen unterscheiden,“ erklärt Dr. Wallerstorfer. Diese Annahme hat fatale Folgen: „Bis heut leiden Frauen häufiger unter Überempfindlichkeiten und Folgeerscheinungen von allgemein dosierter Arznei“, so Dr. Wallerstorfer. Denn hormonelle Schwankungen, geringere Körpermasse und eine andere Aktivität des CYP2D6-Enzyms führen oft zu einem langsameren Abbau bestimmter Medikamente bei Frauen. Das kann zur Folge haben, dass Wirkstoffe länger im Körper verbleiben und Nebeneffekte begünstigen. Männer hingegen haben eine schnellere Magenentleerung und eine höhere Magensäureproduktion, was den Abbau bestimmter Medizin beschleunigt. „Die Unterschiede sind deutlich und erwiesen. Männer etwa scheiden Medikamente schneller über die Nieren aus, was zu einer schwächeren und kürzeren Wirksamkeit führen kann. Frauen hingegen verstoffwechseln bestimmte Substanzen schneller, was oft eine intensivere Wirkung hervorruft,“ erläutert Dr. Wallerstorfer. Frauen bräuchten so eine geringere Menge des gleichen Medikaments und haben öfter mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Bestes Beispiel seien gängige Schmerzmittel, aber auch die harten Brocken: Morphin lindert Schmerzen bei Frauen stärker, kann aber bei ihnen auch häufiger Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen verursachen. Leichtere Schmerzlinderungen wie Ibuprofen hingegen scheinen bei Männern effektiver zu sein. Diese Unterschiede sind auf Faktoren wie Hormonspiegel, Enzymaktivität und den Stoffwechsel zurückzuführen.

 

Personalisierte Medizin auf dem Vormarsch

Wissen im Umgang mit diesen Unterschieden ist essenziell: „Um Risiken zu minimieren, sollten Ärzte sowie Patienten mehr über die individuellen körperlichen Gegebenheiten wissen, bevor verabreicht wird“, so Dr. Wallerstorfer. Um diese zu berücksichtigen, sieht der Genforscher Chancen bei der individualisierten Medizin. „Mithilfe moderner Diagnosetechnologien können wir somit Therapien entwickeln, die basierend auf Genetik, Geschlecht und Stoffwechsel auf jeden einzelnen Menschen zugeschnitten sind“, so der Experte. Damit könne der Weg hin zu einer sichereren und wirksameren Medizin geebnet werden. Fortschritte in der geschlechtsspezifischen Medizin und personalisierte Diagnosen sollen Unterschiede im Erbgut so künftig systematisch berücksichtigen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Entwicklung von pharmakogenetischen Verfahren, die mit einem Bluttest das genetische Profil eines jeden Patienten analysieren. „Die Zukunft liegt in maßgeschneiderten Behandlungsansätzen, die personalisierte Faktoren einbeziehen“, betont der Biotechnologe. Er ist sich sicher: „Bald wird es unvorstellbar sein, Medikamente ohne eine vorherige genetische Analyse zu verschreiben – so wie heute keine Bluttransfusion ohne Bestimmung der Blutgruppe erfolgt.“

 

Über das Unternehmen:

Novogenia ist ein führendes europäisches Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Salzburg, Österreich, das seit seiner Gründung im Jahr 2009 Pionierarbeit in der Genforschung leistet. Das Unternehmen bietet schnelle und verlässliche Erkenntnisse durch präventive und Lifestyle-Genanalysen sowie personalisierte Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika. Unter der Leitung von Dr. Daniel Wallerstorfer, einem renommierten Molekularbiologen und Epigenetiker, hat sich Novogenia als Zentrum für Innovation und Fortschritt in der genetischen Wissenschaft etabliert. Mit modernsten Technologien und Methoden führt Novogenia präzise DNA- und Blutanalysen durch, die in einem hochmodernen Labor verarbeitet werden.

Das Unternehmen testet bis zu 15 Millionen genetische Variationen pro Probe und unterstützt mehr als 3.000 Ärzte, Kliniken und Partner in über 30 Ländern. Novogenias Produkte, darunter ShapePlus, VitalityPlus und LifestylePlus, bieten maßgeschneiderte Lösungen zur Optimierung von Ernährung, Körpergewicht und Leistungsfähigkeit auf Basis individueller genetischer Profile. Diese personalisierten Produkte helfen den Anwendern, ihre Gesundheit gezielt zu verbessern und ihr biologisches Alter zu erhalten.

Weitere Informationen unter https://novogenia.com/de/

 

1 https://www.ukaachen.de/nl/kliniken-institute/schlaganfallnetzwerk/alle-beitraege-aus-news/news/neue-studie-zeigt-auf-die-dna-abgestimmte-medikamente-koennen-unerwuenschte-arzneimittelwirkungen-um-30-prozent-reduzieren/

2 https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Cytochrom-Varianten-verraten-die-Wirkung-266895.html

3 https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/meilensteine-der-arzneimittelentwicklung.html

© Novogenia

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