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Shakespeare, Stepptanz & ganz viel Musical

Something Rotten! – Shakespeare war noch nie so herrlich verrückt

Was für ein Abend! Wenn Shakespeare zum Rockstar wird, Renaissance auf Broadway trifft und aus Hamlet plötzlich „Omelett“ wird, dann ist man mittendrin in Something Rotten! – jener wunderbar überdrehten Liebeserklärung an das Theater, die bei den Bad Hersfelder Festspielen die Stiftsruine zum Beben bringt. Die deutsche Erstaufführung feierte hier am 27. Juni Premiere – inszeniert von Matthias Davids, musikalisch geleitet von Christoph Wohlleben und choreografiert von Kim Duddy.

London, 1595: Die Brüder Nick und Nigel Bottom versuchen verzweifelt, als Theatermacher gegen den alles überstrahlenden William Shakespeare zu bestehen. Der Barde? Kein ehrwürdiger Dichterfürst, sondern ein selbstverliebter Superstar mit Rockstar-Attitüde, dem die Fans zu Füßen liegen. Nick hat genug vom Shakespeare-Hype und sucht Rat bei Nancy Nostradamus. Ihre Vision der Zukunft: das Musical! Und weil selbst Wahrsagerinnen nicht unfehlbar sind, wird aus Hamlet kurzerhand „Omelett“. Der Beginn eines herrlich absurden Bühnenritts.

Was folgt, ist ein furioses Feuerwerk aus Musik, Tanz, Slapstick und intelligentem Wortwitz. Riccardo Greco zelebriert Shakespeare mit großartiger Stimme und herrlich überzogener Starpose, Christopher Bolam verleiht Nick Bottom sympathischen Underdog-Charme, während Gayle Tufts als Nancy Nostradamus mit Wortwitz und Situationskomik begeistert. Dazu ein Ensemble, das singt, spielt und steppt, als gäbe es kein Morgen. Kim Duddys Choreografien sind temporeich, präzise und voller Energie, Adam Nees fantasievolle Kostüme ein Fest fürs Auge. Über zwei Stunden jagt eine Pointe die nächste – gespickt mit liebevollen Anspielungen auf Musical-Klassiker von Cabaret bis Cats.

Und genau darin liegt die Magie dieses Abends: Something Rotten! liebt das Theater so sehr, dass es sich genüsslich darüber lustig machen darf. Intelligent, frech, herrlich verrückt und mit einer Spielfreude, die unmittelbar ins Publikum überspringt. Ein Musical, bei dem man irgendwann aufhört, jede Referenz entschlüsseln zu wollen, und sich einfach diesem Rausch aus Musik, Komik und Bühnenzauber hingibt.

„Toby or not Toby – das ist die Frage!“

FEEL GOOD Kultur-Tipp: Von uns gesehen. Für Euch empfohlen.
Wir haben Something Rotten! selbst in der einzigartigen Atmosphäre der Stiftsruine erlebt – und selten bei einem Musical so viel gelacht. Ein großartiges Ensemble, fantastische Stimmen, furiose Choreografien und intelligenter Wortwitz machen diesen Abend zu einem mitreißenden Fest für alle, die Theater und Musical lieben. Shakespeare als Rockstar, Renaissance trifft Broadway und Hamlet wird zu „Omelett“ – herrlich absurd, überraschend clever und voller Spielfreude.

Unser Tipp: unbedingt ansehen – und schnell noch Karten sichern.


Entdecken Sie hier das gesamte Programm und den Ticketverkauf der Bad Hersfelder Festspiele

© Bad Hersfelder Festspiele

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